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Selbstgebrautes Kellerbier: Freitag 2613

Kellerbier mit Seminar-Ettikett

Nachdem nun auch der Rest des Blog-ums-Bier-Teams im April das obligatorische Brau-Seminar in Aying erleben durfte, wurde das mit Spannung erwartete selbstgebraute „Freitag 2613 Naturtrübes Kellerbier“ im Juni angeliefert.

Nachdem der Herr Inselkammer Senior persönlich auf eine mindestens 4-wöchige Reifezeit bestanden hatte, erhielten wir nun nach ziemlich genau 4 Wochen unser Bier samt Urkunden vom Bier-Sommelier Alexander Moosbauer von der Ayinger Brauerei. Das Ettikett ziert ein Foto der Seminarteilnehmer; das Blog-ums-Bier-Team natürlich mit den „Hopfen-Shirts“ des Blogs.

Nun aber zum Bier: laut Ettikett-Aufdruck (und natürlich aufgrund der Messungen im Labor der Ayinger Brauerei) hat es eine Stammwürze von 11,5 Grad Plato, ist also grade noch ein Vollbier. Die Stammwürze führt dann zu 5.5% Volumen Alkohol; da wir im Seminar nicht filtern konnten, handelt es sich um ein naturtrübes Bier. Wir haben es mit Pilsner und Münchner Malz sowie mit Halltertauer Bitterhopfen und Cascade gebraut, das Brauwasser stammt je zur Hälfte aus der Leitung und aus dem hauseigenen Brunnen, der eine Eiszeitwasserblase anzapft, die Hefe ist natürlich eine untergärige.

Beim Öffnen „ploppt“ die Flasche kaum; das Bier enthält relativ wenig Kohlensäure. naturtrüb, bernsteinfarbenEs hat eine schöne Bernstein-Farbe und riecht leicht hopfig mit einer deutlichen Malznote. Der Schaum ist fest und haftet gut am Glas. Deutlich sichtbar sind auch größere Hefestückchen, die aus der Flasche mit ins Glas kommen. Der erste Schluck bestätigt die Befürchtungen des Herrn Inselkammer senior: das Bier hätte noch ein paar Tage ruhen können; es wirkt zwar spritzig, aber noch recht jung. Im Abgang ist dann der Hopfen deutlich bitter zu schmecken; es ist sicher kein „rundes“ Bier, sondern eins mit Ecken und Kanten, ein typisches „Experimentier-Bier“.

Nachtrag:

Nachdem wir nun dem Bier etwas Reifezeit gelassen haben  (nochmal 2 Wochen), sieht die Sache schon ganz anders aus: Ein kräftiger „Plopp“ zeigt, dass da noch etwas nachvergoren ist und ordentlich Kohlensäure erzeugt hat; aber vor allem wirkt das Bier jetzt viel harmonischer; auch die Hopfenbitterkeit im Abgang ist nicht mehr so ausgeprägt. Jetzt ist es ein spritziges, süffiges Kellerbier so wie es sein soll!

zweiter Nachtrag:

Die letzte Flasche haben wir interessehalber nochmal am Ende der  empfohlenen Verbrauchszeit (September) verkostet und siehe da: das Bier schmeckt wieder anders! Jetzt ist der Körper sehr viel ausgeprägter, aber die Spritzigkeit ist völlig weg, fast möchte man meinen, es wird etwas muffig. Fazit: Biere nicht zu früh, aber auch nicht zu spät trinken!

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Sonntag, 30. Juni 2013 und wurde abgelegt unter "Kellerbier, Oberbayern, Privatbrauerei, Vollbier, willi". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

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