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Pale Melon vom Hecht-Bräu, Zimmern

Pale Melon Experimente mit kalt nachgehopften Spezialbieren scheinen sich derzeit auszubreiten. Besonders experimentierfreudig ist auch unser lokaler Brauer Hecht aus Zimmern. Jetzt hat er wieder ein neues Spezialbier erzeugt: das „Pale Melon“, ein unfiltriertes, naturbelassenes Imperial Pale Lager, doppelt kalt gehopft mit Hüll Melon und Galaxy.Ein Lager ist ein untergäriges Vollbier (im Gegensatz z.B. zum IPA; Ales sind obergärige Biere), das normalerweise eher schwach gehopft ist. Der Witz an diesem Bier ist jedoch gerade der ausgeprägte Hopfengeschmack, der durch die weitere  Zugabe von Aromahopfen während der Gärung erzeugt wird (also nach dem Sud, wenn das Bier bereits wieder abgekühlt ist, daher „kalt gehopft“). Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 5,2%, ist also nicht allzu stark. Beim Öffnen der (Bügel-)Flasche zeigt ein schöner Plopp ausreichend Kohlensäure an, das unfiltrierte Bier ist natürlich trüb und hat eine schöne Bernsteinfarbe. Der Schaum fällt relativ schnell zusammen und gibt die Essenz dieses Bieres frei: der Geruch! Ein extrem fruchtiger, nach Pfirsich duftender Geruch (man glaubt direkt, ein frisch aufgeschnittener Pfirsich läge im Glas…). Wo ist die Melone? Die kommt dann gleich im Antrunk ganz deutlich raus. Leider hat das Bier dann aber kaum Körper; eine Malznote konnten wir nicht finden. Im Abgang kommt dann nochmal der starke Hopfengschmack des Aromahopfens, der allerdings eher trocken ist und nicht bitter. Fazit: „ein Bier für die Nase“ (danke, Ralf!), für ein Spezialbier nach unserem Geschmack zu leicht, zu „flüchtig“. Wenn das stärker eingebraut wäre und als Aperitiv verkostet wird, dann wäre das wohl die Granate!

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 28. September 2013 und wurde abgelegt unter "Franken, Helles, Privatbrauerei, willi". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

2 Kommentare

  1. oliverxt77 sagt:

    Hallo Willi,
    Vielen Dank für diesen Blogeintrag! Du hast doch tatsächlich dieses nicht sehr leicht zu beschreibende Biererlebnis gut in Worte gefaßt. Auch wenn ich noch immer am grübeln bin zu welcher Gelegenheit dieses Pale am besten zur Geltung kommt, steht schon fest das es ein Spitzenbier ist!

  2. benhur sagt:

    Willi, ich stimme deiner Beschreibung und deinem Urteil vollkommen und restlos zu! Insbesondere ist es mir auch „zu flüchtig“, aber ich hoffe insgeheim auf einen weiteren Versuch in dieser (Hopfen-)Richtung mit mehr Malzkörper… Auf jeden Fall ist es superspannend, was der Hecht da so macht!

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