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feine Biere, wo und wie wir sie am liebsten haben

Biertour durch die fränkische Schweiz

Roppelts KellerSieh, das Gute liegt so nah! Wir haben heuer Urlaub zuhause in Franken gemacht, und was liegt für passionierte Bierliebhaber bei diesem Sommerwetter näher, als „auf den Keller“ zu gehen? Wir sind also mit dem Wohnmobil (dont drink and drive! aber im Auto schlafen ist ok) zunächst Richtung Bamberg aufgebrochen und haben im Brauereigasthof Knoblach in Schlammersdorf den Biergarten der Gaststätte aufgesucht. Zum fränkischen Essen zunächst ein dunkles Radler (wir wollten ja noch ein Stückchen fahren) getrunken. KnoblachDas Knoblach Dunkel passt dabei mit seiner ausgeprägten Malz-Süsse hervorragend zur Limonade und hat uns natürlich auch neugierig auf das „unverpanschte“ Bier gemacht. Selbstverständlich hat uns die Kellnerin dafür einen „Schnitt“ gemacht, denn mit 5,3% Alkohol ist das doch ein eher stärkeres Bier. Ohne Limonade schmeckt man auch den feinherben Nachtrunk, der sich schön auf den malzstarken Antrunk legt. Da mussten wir auch gleich noch einen Schnitt „Räuschla“ versuchen (das ist ein würziges Märzen mit 5,6%) und haben sehr bedauert, dass es noch keine autonom fahrenden Wohnmobile gibt. Wir haben also sicherheitshalber noch einen Kasten für zuhause eingeladen und sind dann erst mal aus dem Dorf an den Waldrand gefahren und dort 2 Stunden geruht, damit sich der Alkohol gefahrlos abbauen kann. Weiter ging es dann am Spätnachmittag durch die wunderschöne fränkische Schweiz auf Motorradstrecken nach Aufseß, genauer Heckenhof zu Kathi-Bräu. Das ist ein legendärer Motorradfahrer-Treff, aber da es nachmittags kurz geregnet hatte, waren genug Sitzplätze frei. Weil wir ja unser Bett dabei hatten, haben wir uns auf das vor Ort gebraute Dunkle sehr gefreut. Kathi Meyer, die den legendären Ruf der Schänke begründet hat, ist ja schon 1993 verstorben und hat die Gaststätte und Brauerei ihrem langjährigen Braumeister Josef Schmitt vermacht. Nun ist auch Josef Schmitt im Dezember mit 80 Jahren verstorben, aber sein Sohn Alois Schmitt (Braumeister bei St. Georgen, Buttenheim) führt Brauerei und Gaststätte unverändert fort. Ausgeschenkt wird nur ein Dunkles Bier; saisonal gibt es z.B. im Frühjahr auch Böcke (dafür waren wir aber schon zu spät dran). Nach mehreren Testbieren stand fest: das Dunkle ist sehr süffig und gut trinkbar und wir hatten keine Probleme, Abends in unser mobiles Heim auf dem fast leeren Parkplatz zu kommen.

ElchAm nächsten Morgen dann ging der Weg über Pottenstein Richtung Gräfenberg, wo wir unser Mittagsbier beim Elchbräu in Thuisbrunn eingenommen haben. Dort waren wir schon mal auf dem sog. „5-Seidla-Steig“ eingekehrt und waren über die Biere dort überaus begeistert. Im Biergarten neben der Gaststätte wird aus dem Felsenkeller ausgeschänkt, auch hier gab wieder ein dunkles Radler wegen der Fahrtauglichkeit. Neben den hervorragenden (und „ausgezeichneten“ -European Beer Star!) Bieren brennt Georg Kugler, der die Brauerei nach fast hundert Jahren Dornröschenschlaf 2007 wieder aufgebaut hat, auch hervorragende Obstbrände und Whiskys. Wir haben uns aber mit einem Kasten Elch Dunkel für zuhause begnügen müssen, weil wir ja noch die legendären Forchheimer Kellerwälder erreichen wollten.

LunzSo sind wir am frühen Abend dann zur Waldschänke Lunz in Willersdorf (bei Hallerndorf, wo Georg Rittmeyer tolle und innovative Biere braut) gefahren. Dort gibt es Greif-Bier aus Forchheim und fränkische Brotzeiten und Freitags frisch gegrillten Fisch aus dem nahen Aischgrund. Am nächsten Tag haben wir uns dann weitere Kellerwaldschänken in der Gegend angesehen (Waldschänke Utz in Willersdorf, Löwenbräukeller in Neuhaus/Aisch) und sind nach einem Mittagessen im Gasthof Schmidt in Neuhaus (die leider ihre Brauerei aufgegeben haben, aber mit Hofmann Bräu aus Pahres trotzdem ein hervorragendes regionales Bier im Angebot haben) zum letzten Ziel der Reise aufgebrochen: dem Roppelts Keller am Fuße des Kreuzbergs in Stiebarlimbach. HofmannDort gibt es naturtrübes, süffiges Kellerbier aus Steinkrügen aus der nur wenige Meter entfernten Brauerei und reichhaltige fränkische Speisen. Auch dort haben wir nach intensiver Bierprobe im Fahrzeug auf dem Parkplatz völlig ungestört schlafen können, um dann am nächsten Morgen fit und nüchtern die Heimfahrt anzutreten mit einer Heckgarage voller „Beute“….Heckgarage

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 29. Juni 2019 und wurde abgelegt unter "Allgemeines, Bayern, Biere, Bierkeller, Brauereigasthof, Deutschland, Dunkles, Franken, Gaststätten, Kellerbier, willi". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

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